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ATTRAKTION

Festung Travnik

566 m bis zum Stadtzentrum

Beschreibung

Die Festung Travnik, heute als Stari grad bekannt, ist eines der am besten erhaltenen Befestigungsbauwerke des mittelalterlichen Bosniens und ein nationales Denkmal von Bosnien und Herzegowina. Sie liegt an einem felsigen Hang des Vlašić, am östlichen Rand von Travnik, zwischen der Quelle von Plava voda und dem Bach Hendek. Vermutlich wurde sie in der zweiten Hälfte des 14. oder in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts von König Tvrtko II Kotromanić errichtet. Die Festung erstreckt sich über etwa 11.000 m² in Form eines unregelmäßigen Fünfecks und ist von Westen über eine Steinbrücke zugänglich.

Im Laufe der Geschichte trug sie die Namen Garbun und Kastel und diente bis 1946 als osmanische Garnison, Kerker und Militäranlage. Seit 1953 wird sie vom Heimatmuseum Travnik betreut, und heute ist sie mit Ausstellungen im Kula und in der Baruthana sowie zahlreichen Veranstaltungen das Zentrum des kulturellen und unterhaltsamen Lebens der Stadt das ganze Jahr über.

Wann besuchen: April–September
Eintritt: 4-5 KM
Zugang mit dem Auto: bis zum Fuß des Hügels, kurzer Aufstieg zu Fuß
Geeignet für: Geschichts- und Fotoliebhaber

Kulturerbe

Nationaldenkmal von Bosnien und Herzegowina (seit 2005)
Schicht aus mittelalterlichem, osmanischem und österreichisch-ungarischem Bau
Bastion (Tabija) und sechseckiger Turm
Erhaltener Minarettturm der ehemaligen Bajazid-II.-Moschee
Zisterne aus Tuffstein aus der österreichisch-ungarischen Zeit

Praktische Informationen

Eintrittskarten: Erwachsene 5 KM, Schüler/Studenten/Rentner 4 KM
Museumsworkshops für Weberei und Töpferei im Pavillon Garbun
Ganzjährig geöffnet
Dauerausstellungen im Turm und in der Baruthana

Geschichte

Alte Namen: Garbun (illyrisch/türkisch) und Kastel
Im 14./15. Jahrhundert erbaut; die Stadt erstmals 1463 erwähnt
1699 verlegt der Wesir Halil-Paša Ćoso den Wesirstuhl nach Travnik
Im 18.–19. Jh. diente sie als Kerker und Hinrichtungsstätte; 1946 aufgegeben

Die Festung Travnik ist eines der wenigen Bauwerke in Bosnien, in dem sowohl osmanische als auch österreichisch-ungarische Herrscher vom ersten bis zum letzten Tag ihrer Herrschaft verweilten — von 1463 bis 1918. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Festung auch als Kerker und Hinrichtungsstätte für ungehorsame bosnische Begs und Aghas bekannt.