Blockhauskirche in Gornji Palačkovci
Beschreibung
Die Blockhauskirche in Gornji Palačkovci, auch bekannt als Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus, wurde 1843 errichtet und geweiht. Sie ist in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben und wurde im Jahr 2000 renoviert. Einen besonderen Wert verleiht ihr die Tatsache, dass das gesamte Inneneinrichtungsinventar vollständig erhalten ist. Dieses Sakralobjekt stellt einen wichtigen Teil des kulturhistorischen Erbes der Region Prnjavor dar.
Die Legende vom Ochsenleder
Um im osmanischen Zeitraum eine Genehmigung für den Bau einer orthodoxen Kirche zu erhalten, musste man sogar bis nach Konstantinopel reisen und die geforderte Summe in Gold bezahlen. Der Überlieferung nach stellte die türkische Obrigkeit damals eine der einfallsreichsten architektonischen Bedingungen: Die Kirche dürfe nicht größer sein als die Fläche, die von einem Ochsenleder bedeckt werden könne. Die Einheimischen gaben nicht auf.
Das Leder wurde in schmale Streifen geschnitten, die zu einer langen Spirale verbunden wurden; durch deren Ausbreitung entstand eine Fläche, die weit größer war als das ursprüngliche Leder. Und die Klugheit des Architekten ging noch weiter: Die außergewöhnlich breiten Dachvorsprünge der Kirche ermöglichten es, dass bei Gottesdiensten unter dem Dach doppelt so viele Gläubige Schutz fanden, wie das Innere aufnehmen konnte. Die Kirche funktionierte — und zwar vollständig.
Ikonen und handwerklicher Wert
Im Inneren der Kirche befindet sich eine Sammlung von rund siebzig Ikonen aus dem 19. Jahrhundert — eine Reihe russischer Arbeiten, serbische Ikonen aus Werkstätten in der Vojvodina und handbemalte Prozessionsfahnen.
Während der Rekonstruktion 1997–1998, als die Kirche mit Hydraulikhebern angehoben und auf neue Fundamente abgesenkt wurde, wurden unter den oberflächlichen Schichten ältere bemalte Schichten von großem Wert entdeckt, die belegen, dass die Kirche schon vor der offiziellen Renovierung von 1843 geschmückt wurde. Diese Entdeckungen bestätigen, dass diese Blockkirche älter sein könnte, als das eingetragene Jahr vermuten lässt — was auch die Quelle selbst als offene Frage markiert hat.
Was gibt es bei der Kirche zu sehen?
