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Altstadt Blagaj

Herceg Stjepan grad

11,2 km vom Stadtzentrum entfernt

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Beschreibung

Die Altstadt Blagaj, auch bekannt als Stjepan-grad oder Bona, ist eine der ältesten besiedelten Festungsanlagen in Bosnien und Herzegowina und liegt auf der Spitze eines Karsthügels über der Quelle der Buna, unweit von Mostar. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Gebiet von der Eisenzeit bis 1835 ununterbrochen besiedelt war – von einer illyrischen Siedlungsfestung über ein römisches Kastell und einen byzantinischen Ausbau bis hin zu einem mittelalterlichen Palast und einer osmanischen Moschee.

Die Fläche des befestigten Komplexes beträgt rund zwei Hektar, und die Mauern sind stellenweise bis zu 12 Meter hoch erhalten. Im Mai 1404 wurde die Stadt Sitz des Herzogs Sandalj Hranić und später des Herzogs Stjepan Vukčić Kosača, nach dem sie im Volksmund Stjepan-grad genannt wurde. Die Osmanen eroberten sie 1465 und restaurierten sie 1699 und 1827. Zum Eingang führt ein 900 Meter langer und nur 2 Meter breiter Pferdepfad mit serpentinartigem Anstieg. Sie wurde zum Nationaldenkmal von Bosnien und Herzegowina erklärt.

Bewohnt von der Eisenzeit bis 1835
Fläche: ~2 ha; Mauern bis zu 12 m Höhe erhalten, Dicke 1,5–2 m

Historische Schichten

Kaum eine Festung in Bosnien und Herzegowina trägt auf so kleinem Raum so viele historische Schichten wie die Altstadt Blagaj. Auf dem dreieckigen, abgeflachten Hügel befinden sich in drei verschiedenen Ecken die Überreste einer illyrischen Siedlungsfestung, eines römischen Kastells und einer mittelalterlichen Festung mit osmanischen Ergänzungen. Die Römer bauten hier, ungewöhnlich für ihre Praxis, abseits der Verkehrswege – der Hügel war einfach zu strategisch, um ihn zu umgehen. Als die Osmanen 1465 die Stadt übernahmen, fanden sie dort noch intakte Mauern vor und bereicherten den Ort um eine Moschee und eine Zisterne, doch die Besatzung hielt sich lieber in der Stadt darunter auf. Evliya Çelebi schrieb 1664, die Stadt sehe „aus, als wäre sie gerade erst aus den Händen eines Baumeisters hervorgegangen“ – ein Lob, das den damaligen Zustand besser beschreibt als jede Analyse.

Architektur und Funde

Ende des 14. / Anfang des 15. Jahrhunderts: hölzerner Palast des Herzogs Sandalj Hranić
In der Südwand: geheimer Durchgang für die Flucht im Gefahrenfall
Zentraler Bereich: Zisterne, Moschee und Wohngebäude (osmanische Zeit)
Westturm: steinerne Treppen bis zum Gipfel, Panoramablick
Šehitluk: alter muslimischer Friedhof unterhalb der Stadt, 8 beschädigte Grabsteine
Archäologische Funde: Keramik, Glas, verkohltes Getreide, ~700 kg Blei aus dem Palast