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Festung Sokolac

3,8 km bis zum Stadtzentrum

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Beschreibung

Die Altstadt Sokolac liegt am linken Ufer der Una und stellt einen der bedeutendsten mittelalterlichen Orte dieser Region dar. In historischen Quellen wird sie erstmals 1380 erwähnt.

Ihre Entstehung begleitet eine interessante Legende über drei Schwestern – Bika, Soka und Vrana –, die nach dem Tod ihres Vaters beschlossen, drei Städte zu errichten. Der Überlieferung nach baute Soka die Festung auf dem Hügel, die nach ihr Sokolac genannt wurde, während ihre Schwestern die Städte errichteten, aus denen Bihać und Vrnograč hervorgingen.

Heute ist Sokolac ein attraktives Touristenziel, das über eine gepflegte und beleuchtete Straße erreichbar ist, die sich auch für abendliche Spaziergänge eignet, während Naturliebhaber auch über Wanderwege dorthin gelangen können. Neben seinem historischen Wert wird dieser Ort immer häufiger auch für kulturelle und musikalische Veranstaltungen genutzt und verbindet so seine reiche Vergangenheit mit modernen Angeboten.

Königsstadt seit 1395;
Eintritt: kostenlos; Öffnungszeiten 10:00–18:00
Renoviert: 2015.

Die Legende von den drei Schwestern

Mit Sokolac ist eine der schönsten Legenden des Pounje verbunden. Ihr zufolge hatte der reiche Dobriša drei Töchter – Bika, Soka und Vrana –, die nach seinem Tod beschlossen, auf dem Familienbesitz drei kleine Städte zu errichten. Soka wählte den hohen felsigen Hügel über der Una und baute dort die Stadt, die nach ihr Sokolac genannt wurde.

Bika baute eine Stadt am linken Ufer der Una, die im Laufe der Zeit zu Bihać wurde, und die jüngste Vrana errichtete Vrnograč unweit des heutigen Ćukovi. Diese Legende, die im Volk von Generation zu Generation weitergegeben wird, ordnet Sokolac in die größere Geschichte der Entstehung der Städte der Krajina als ursprünglich weibliche Stiftungen ein.

Architektur und Besichtigung

Die prähistorische Burganlage an diesem Ort stammt aus dem 9.–10. Jahrhundert v. Chr. (japodische Zeit)
Stadtburg: 175 × 120 m, mit Brustwehren und Schießscharten entlang des gesamten Umfangs
Hauptturm: Durchmesser 10 m, Höhe 16 m; Eingang im 2. Stock, Zisterne im inneren Hof
Konsolen an den Mauern – Überreste einstiger Wandregale
Restaurierung 1898. (Graf Lothar von Berks); moderne Restaurierung 2015.
Kulturelle Veranstaltungen: Konzerte, Rekonstruktionen historischer Schlachten