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ÖKO-TOURISMUS

Festung Klobuk

Nationales Denkmal

16,7 km bis zum Stadtzentrum

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Beschreibung

Auf den steilen Felsen, die senkrecht zum Fluss Sušica abfallen, 30 Kilometer von Trebinje entfernt, erheben sich stolz die Mauern von Klobuk. Diese imposanteste mittelalterliche Stadtfestung trotzt seit mehr als einem Jahrtausend der Zeit, und ihre Existenz wurde bereits vom byzantinischen Kaiser Porphyrogennetos festgehalten. Aufgrund ihrer unzugänglichen Lage ist die Stadt auch heute nur von der Westseite aus erreichbar.

Obwohl Klobuk 1878 den Angriffen der Österreicher zum Opfer fiel, hat es seine mystische Anziehungskraft bewahrt. Es wurde zum nationalen Denkmal von BiH erklärt und ist eine unverzichtbare Station für alle, die von Trebinje nach Nikšić reisen. Ein Besuch dieser verfallenen Mauern bietet einen unglaublichen Ausblick und eine authentische Begegnung mit der bewegten Vergangenheit von Hercegovina.

Lage: ~30 km von Trebinje, Hauptstraße Trebinje–Nikšić
Zufahrt mit dem Auto, dann zu Fuß
Gegründet: 9. Jahrhundert
Fläche: ~13.600 m²; Türme bis zu 6 m Höhe erhalten

Geschichte und strategische Lage

Klobuk war jahrhundertelang einer der wichtigsten strategischen Punkte der östlichen Hercegovina. Auf den Klippen über dem Flüsschen Sušica gelegen, mit Zugang nur von einer Seite, war es unter den damaligen Kriegsbedingungen nahezu uneinnehmbar — und wurde daher abwechselnd von allen mächtigsten Kräften der Region besessen: den Nemanjići, dem bosnischen Adel, dem Osmanischen Reich.

Die Türken hielten dort vierhundert Jahre lang eine ständige Garnison, von 1477 bis 1878. Diese letzte österreichisch-ungarische Belagerung, bei der die Besatzung erbittert kämpfte, war zugleich das Ende des militärischen Lebens der Festung — die Österreicher-Ungarn zerstörten und plünderten sie nach der Einnahme.

Klobuk heute und Film

Die Überreste von Klobuk, Türme bis zu sechs Meter hoch und Mauerfragmente, wurden seit der letzten Zerstörung weder konserviert noch restauriert. Was man heute sieht, ist eine authentische Ruine — ohne touristische Infrastruktur, ohne Informationstafeln, ohne angelegten Weg. Gerade diese Ursprünglichkeit zog Emir Kusturica an, der in Klobuk Schlüsselszenen seines Films „Na mliječnom putu” mit Monica Bellucci in der weiblichen Hauptrolle drehte.

Ein Ort, der jahrhundertelang Schauplatz der Geschichte war, wurde auch zur Filmkulisse — und genau dieser Kontext macht den Besuch von Klobuk zu einem einzigartigen Erlebnis.